HBT-workbench: QRP Automatic Antenna Tuner nach DM3MAT

Meine Bastelfreude ist nach wie vor erfreulich groß, ich bin immer auf der Suche nach nützlichen und sinnvollen Ergänzungen für meine Funkstation (fix) und die Portabelausrüstung für Outdoor-Aktivitäten wie SOTA, WWFF, Fielddays, etc.

Bei eben solch einer Suche bin ich im Internet auf die Seite von Hannes, DM3MAT, gestoßen, der neben dem selbst entwickelten QRP-Multiband-CW-Transceiver noch einige andere schicke Sachen entworfen hat.

Dieser Eintrag befasst sich mit meinen Erfahrungen beim Zusammenbau des QRP Automatic Antenna Tuner nach DM3MAT (Board rev. 0, Firmware rev. 0.1 – Stand des Manuals: 25.12.2020).

Vorab ein ausdrückliches Lob: Auch wenn Hannes in seinem Manual zur Version 0.1 der Tuners auf den frühen Entwicklungsstatus hinweist, ist diese Anleitung um Längen besser (!) als die vieler anderer – zum Teil kommerzieller – Bausätze, die ich in den vergangenen 12 Monaten auf dem Tisch hatte 🙂

Bevor ich euch hier mit einigen Fotos vom Baufortschritt vergnüge, liefere ich noch ein paar Daten zu den Spulen nach, die im Manual fehlen. Die theoretischen Werte habe ich unter Verwendung des Online-Rechners für Amidon-Kerne unter Coil32 errechnet, die praktischen Werte findet ihr hier:

SpuleWertKernWindungen
(errechnet/tatsächlich)
Drahtlänge
(CuL 0,5 mm2 in cm)
L1100 nHT44-012 / 1016
L2220 nHT44-018 / 1827
L3470 nHT44-611 / 1017
L41 uHT44-615 / 1525
L52,2 uHT44-221 / 1930
L64,7 uHT44-230 / 2944
Ergänzung zur Tabelle im Manual auf Seite 8 oben

Die Werte der Spulen habe ich vor dem Einbau mit dem Ascel AE20204 Hochpräzises LC-Meter nachgemessen.

Für den bidirektionalen Koppler (Doppellochkern) habe ich folgendes Material verwendet:

  • Primär: CuL 0,8 mm2, zwei kurze Stücke mit rund 4 cm Länge
  • Sekundär: CuL 0,5 mm2, zweimal á 26 cm Länge

Hier nun die Foto-Show:

Weiter geht es mit den SMD-Bauteilen, bei deren Montage mir gleich zwei Patzer passiert sind:

  • D2, D3 (BZX84C5V1) mit D1, D4 (BAT54W) vertauscht…. wieder eine neue Lektion „Auslöten von SMD-Bauteilen mit Entlötlitze“ gelernt
  • leichtes Stirnrunzeln bezüglich der Einbaurichtung der 1N4148W-Dioden… glücklicherweise mit einem Messgerät schlimmeres verhindert, denn die Dinger sind echt winzig

Hier die Eindrücke…

Beim Einbau des LDO-Festspannungsreglers (U1 im BOM) habe ich festgestellt, dass ich bei reichelt.de den falschen Gehäusetyp geordert habe. Anstatt des gekauften SOT-223 hätte es SOT-89-3 sein sollen… Ergebnis: zu wenig Platz für den vorschriftsmäßigen Einbau, drohender Kontakt mit C21. Das erforderte eine kreative Lösung (auf dem Foto mit weißem Klebestreifen unterhalb U1 ggü C21 isoliert, Bild links rechte Ecke).

Nach dem Einlöten des ATMega fehlte mir – dem aufmerksamen Beobachter ist das sicher bereits aufgefallen – ein Keramikkondensator 47pF. Den hatte ich zwar bestellt, der ist aber wohl nicht mitgeliefert worden… Egal, ich habe mir vor einiger Zeit mal ein Sortiment zugelegt, da bin ich sofort fündig geworden. Die LED habe ich nicht eingebaut, das Anpassen habe ich mir für „nach den Metallarbeiten“ aufgehoben.

Hinweise zu den Bohrmaßen auf Seite 10f. des Manuals.

  • Die im Kapitel 5 „BOM & Mechanical Assembly“ aufgeführten Durchmesser sind eine gute Näherung, bitte unbedingt vor dem Bohren selbst messen *grins*
  • Für die Drucktaster SW1 und SW2 (Frontplatte links) habe ich anstatt 4 mm dann doch 6 mm gebohrt, da die Bohrlöcher ansonsten zu weit links gewesen wären und die Taster möglicherweise schwergängig oder gar blockiert gewesen wären. Zudem habe ich die beiden Löcher rechts (bei Draufsicht) mit einer Rundfeile „erweitert“
  • Die Buchse J4 für die Spannungsversorgung habe ich mit 8 mm gebohrt, anstatt mit 6 mm

Als nächstes steht dann das Aufspielen der Firmware auf dem Programm und – wenn alles wie erwartet funktioniert – noch die Verschönerung der Front- und Rückblende. Da ich leider keine Graviermöglichkeit besitzen, wird das womöglich mal wieder eine, mit Frontplatten-Designer erzeugte, Selbstklebefolie.

…stay tuned!

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