HBT-Workbench: nanoVNA meets Mastvorverstärker für 145 MHz

 

Landwehr GaAs-Mastvorverstärker N GAAS 145 MAS serial no. 011022 (…a beauty…!)

Anfang Mai 2020 ist mal wieder ein Funkwettbewerb, an dem ich auf 144 MHz teilnehmen will. Die passende Richtantenne (flexa FX-217) habe ich schon mal zurechtgelegt, die ist noch demontiert und muss noch auf das Dach. Auch mein (retro-) Mastvorverstärker (Pre-Amplifier; PreAmp) von Landwehr kommt wieder zu Ehren. Der PreAmp von Landwehr stammt gefühlt noch aus der Zeit, als es in Hamburg nur ARD, ZDF und zeitweise das NDR-Regional-TV gab… ist also schon eher betagt. Zeit also, dessen elektrische Werte mal zu untersuchen bevor (!) ich ihn an den Mast schraube 😉

Hier das Datenblatt im Auszug (wurde wohl noch mit einer Schreibmaschine geschrieben)

Mein Testaufbau bestand aus meinem nanoVNA, zwei kurzen Messschnüren, einem Labornetzteil und dem Kabel für die Spannungsversorgung. Zur leichteren Bedienung des nanoVNA habe ich meinen Amateurfunk-Laptop benutzt, auf dem die Software nanoVNA-saver in der Version 0.2.2-1 installiert ist.

Die folgende Messung habe ich beschaltet aber spannungsfrei durchgeführt, das rote und das grüne Dreieck markieren in den folgenden Abbildungen 144 (rot) und 146 MHz (grün).

Interessant ist hier der Wert -10,626 dB (S21) bei 144,050 MHz. Aus diesem Wert und dem „PreAmp unter Spannung“ errechnet dann die nominale Verstärkung.

Die folgende Messung habe ich beschaltet aber mit angelegter Betriebsspannung durchgeführt:

S21 Gain (spannungsfrei/oben; in Betrieb/unten) liegt beträgt 1,282 dB auf 144,050 MHz. Das VSWR verschlechtert sich durch den PreAmp nur unwesentlich, rund 1,2 : 1 bei 144,1 MHz

 

Der Wellenwiderstand (Z) des PreAmp (spannungsfrei/oben; in Betrieb/unten) ist absolut „grün“, rund 52 Ohm bei 144,1 MHz

 

VSWR im spannungsfreien (oben) und eingeschaltetem Zustand (unten)

 

…und hier noch die Smith Diagramme spannungsfreien (oben) und eingeschaltetem Zustand (unten)

   

Die Bandbreite (-3 dB links und rechts der maximalen Verstärkung: 137 MHz / 153 MHz) beträgt 16 MHz. Die gemessene Verstärkung liegt mit rund 12 dB unterhalb des im Datenblatt angegebenen Bereichs. Ich könnte da sicher noch nachregeln, bin mir aber nicht sicher, ob ich mir damit einen Gefallen tue. Schließlich wohne ich in einer Großstadt und Stationen aus dem Nahfeld könnten, bei zu großzügig eingestellter Verstärkung, den Empfänger meines ICOM IC-275H übersteuern und mich ggf. sogar beim Empfangen leiser Stationen beeinträchtigen.

Ich komme also zu folgendem Schluss: Ein Stück echte deutsche Wertarbeit, auch nach so vielen Jahren noch 🙂

Fazit: Den PreAmp kann ich ohne Bedenken auch weiterhin einsetzen… also rauf auf´s Dach 🙂

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