Bauprojekte: Hochpräzisions-LC-Meter und 5,8 GHz-Frequenzzähler/RF Power Meter

Es passiert, wenn man vor Weihnachten Zeit hat und im Internet nach Bauprojekten stöbert… Auf der Seite von Kai, DL3LBA, wurde ich dann fündig, zwei handliche Messgeräte für den Praktiker aus dem Schleswig-Holsteinischen Hohwacht an der Ostsee von der Firma Ascel-Electronics. Sein Erfahrungsbericht aus 2016 machte mir Mut und senkte die Kaufschwelle dramatisch 😉

Nach den Bauberichten von Kai, habe ich mich dazu durch gerungen, folgende zwei Bausätze zu ordern:

  • AE20204 Bausatz für ein hochpräzises Kapazitäts- und Induktivitätsmessgerät (LC Meter) mit USB-Schnittstelle
  • AE20401 Bausatz für einen 5.8 GHz Frequenzzähler / Power Meter / Counter mit Frequenz-, Periode-, Drehzahl-, Leistungsmessung und USB-Schnittstelle

05.01.2020: Als ich gestern wieder in DL eintraf, erwartete mich das Paket schon… hier die Bausätze!

18.01.2020: Das Wetter fühlt sich an wie Mitte November (vor dem Klimawandel), perfekte Bedingung für die Montage des ersten Bausatzes…. Ich habe mich für den Bausatz „hochpräzises Kapazitäts- und Induktivitätsmessgerät (LC Meter)“ entschieden. Hier die Fotoserie und meine Anmerkungen von der Kategorie „…das hätte ich besser machen können…“

 

Fazit: Prima Bausatz, gute und strukturiert aufgebaute Funktionsbeschreibung und Bauanleitung sowie CD mit Software…sehr empfehlenswert!

Das hätte ich besser machen können („Kleinigkeiten“):

  • Vor dem Einlöten der Messbuchsen die Schauben, Unterlegscheiben und die Plastikteile entfernen. Letztere waren nach der Montage etwas deformiert (schlussendlich aber nicht dramatisch, habe sie einfach weggelassen ;-))
  • für die Spannungsversorgung habe ich leider keine, dem Stromverbrauch angemessene, Litze gehabt. Die verwendete ist deutlich überdimensioniert… eher ein kosmetisches Problem….funktionieren tut es prima

19.01.2020: Trotz prima Antennenbauwetter – ich habe meinen Buckmaster OCF-7-Band-Dipol herunter genommen und durch meinen Kelemen Trap Dipol für 160/80/40/30m ersetzt, um am kommenden Wochenende im CQ WW DX 160m CW Wettbewerb teilzunehmen – war Zeit genug, mit dem Bausatz für einen 5.8 GHz Frequenzzähler / Power Meter / Counter mit Frequenz-, Periode-, Drehzahl-, Leistungsmessung und USB-Schnittstelle zu beginnen. Hier die Fotostrecke….

 

Folgendes hat meinen „flow“ etwas gebremst:

  • Die Stückliste weist 7 Kondensatoren zu 100pF aus, benötigt werden aber nur sechs, nämlich für C3, C4, C6, C11, C12 und C16. Das war durch Abgleich mit dem Bestückungsplan jedoch leicht  zu lösen
  • Etwas schwieriger – da ein Überprüfung aller verbauten Widerstände erforderlich wurde – war das Fehlen eines 10kOhm Widerstandes, von denen drei (R8, R12, R15) dem Bausatz hätten beigefügt sein sollen. Es waren jedoch nur zwei, dafür lag der Lieferung ein 910 Ohm Widerstand (ws/bn/bn/gold) bei, für den es – auf den ersten Blick – keine offenkundige Verwendung gab. Hier musste mein Bauteilvorrat herhalten…also auch ein eher leicht zu lösendes Problem

Fazit: Prima Bausatz, gute und strukturiert aufgebaute Funktionsbeschreibung und Bauanleitung sowie CD mit Software…sehr empfehlenswert!

01.02.2020: Auch kleine Schritte bringen mich dem Ziel näher… so dachte ich mir heute. Flugs die Bastelutensilien aufgebaut und losgelegt. Aber offenbar fehlte mir zu Beginn die notwendige Konzentration, baute ich doch gleich zwei Schalter auf der falschen Seite der Platine ein… unfassbar doof deshalb, weil ich den ersten der drei Schalter richtig (!) eingebaut hatte… Naja… Auslöten bei gut durchkontaktierten Platinen will ja auch geübt sein… also 45 Minuten „delay“ bevor es dann ungestört weiterging 😉

Dank altersbedingter Weisheit zwang ich mich noch einmal dazu, die – für die nächsten Schritte – relevanten Kapitel in der Bauanleitung aufmerksam zu lesen., was weitere „Störungen“ verhinderte… Getreu dem Motto: „…kaum macht man`s richtig, schon funktioniert`s…“

Hier ein Eindruck zum heutigen Fortschritt und dem Ergebnis (Fotostrecke):

02.02.2020: Während die Angaben im Manual Rev. 3.1 zum elektronischen Aufbau und Abgleich gut verständlich und damit brauchbar sind, ist der Teil „Mechanik“ echt dürftig. Die Buchse für die Spannungsversorgung und der Ein-/Ausschalter werden nicht mal erwähnt, die Beschreibung zur Cinch-Buchse ist m.E. misslungen. Es fehlt ein Bild des fertig verdrahteten Innenlebens des Gehäuses…  😦

Einbau und Verdrahtung der Cinch-Buchse kurz beschrieben:

  • Cinch-Buchse ist in der Stückliste mit EXT bezeichnet, diese Bezeichnung findet man sowohl auf der Schaltplan 1/2 als auch mittig auf der Platinenoberseite neben R15 wieder
  • Der Innenleiter wird an „1“ (Schaltplan) bzw. „+“ auf der Platine,
  • die Schirmung somit an „2“ (Schaltplan) bzw. „-“ auf der Platine angelötet

Spannungsversorgung:

  • Die Versorgung des Gerätes erfolgt in meinem Fall durch DC-Steckernetzteil, welches ich zusammen mit dem Bausatz bei Ascel gekauft habe.
  • Zwar ist in der Bau-/Bedienungsanleitung der Eingangsspannungsbereich mit 8-12V angegeben, das Netzteil liefert am Ausgang aber rund 13,2V, dank der Stabilisierungsschaltung inkl. Umwandlung auf 5V für die aktiven Bauteile ist das aber kein Problem.
  • Zum Festlegen des Plus- und Minuspols der Ausgangsspannung habe ich ein Multimeter eingesetzt. Um im Zuge der späteren Lötarbeiten nicht wieder „raten“ zu müssen,, kürze ich das Kabel des Minuspols etwas….das kann ich mir dann gut merken 😉
  • Beim Montieren des Hohlsteckers darauf achten, dass der Pluspol an den Innenleiter, der Minuspol an die Schirmung angeschlossen wird.

03.02.2020: Bei der Inbetriebnahme zeigte sich ein unerwartetes Verhalten des Displays. Es war zu hell und der Kontrast zu gering, um die Anzeige ohne Anstrengung ablesen zu können.

So fragte ich per Mail bei ASCEL nach und bekam schnell den Tipp, noch einmal die Werte der Widerstände des Spannungsteilers für das Display zu überprüfen…. und siehe da: hier wird der 910 Ohm Widerstand, den ich „übrig“ behalten hatte (siehe weiter oben und „flow“), gebraucht,… da habe ich aber offenbar einen 10 kOhm Widerstand verbaut… Mein Fehler 😦

Ich habe meinen Fehler beseitigt und getreu dem Motto „…kaum macht man`s richtig, schon funktioniert`s…“ lief alles danach einwandfrei!

….what`s next? Der Abgleich mit meinem DSO…. to be continued!

Veröffentlicht von

dl1hbt

Funkamateur seit 1981. Begeisterter Morse-Telegrafist (CW) und Contester

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