Besser spät als nie…. SMD-löten

Auch wenn es biologisch bedingt nicht schlau klingt: Trotz schwindender Sehkraft wage ich jetzt den Einstieg in das Verarbeiten von SMD-Bauteilen im Rahmen von Bausätzen/DIY-Kits. Irgendwie kann ich mich dem nicht mehr länger entziehen, da die jüngeren Bausätze – verständlicher Weise überwiegend diejenigen für den späteren Einsatz im VHF- oder UHF-Bereich – zunehmend auf diesen Bauelementen basieren… heißt also: die Technologie nimmt keine Rücksicht auf OM 😉

Doch was ist „SMD“ und welches Werkzeug benötige ich zur fachgerechten Verarbeitung?

SMD bedeutet „surface mounted device“ oder übersetzt „auf der Oberfläche montiertes Bauteil“. Das Elektronik-Kompendium sagt weiter… „SMD-Bauteile haben eine extrem kleine Bauform. Sie sind das Ergebnis der fortschreitenden Miniaturisierung bei den elektronischen Bauelementen. Im Gegensatz zu herkömmlichen Bauteilen wird SMD direkt auf die kupferkaschierte Oberfläche der Platine gelötet. Dazu entfallen die Bohrungen auf der Platine, die bei bedrahteten Bauelementen notwendig sind. SMD wird stattdessen auf der Platine festgeklebt und anschließend verlötet.“

Zur empfohlenen Ausstattung habe ich viele Artikel im Internet gelesen, meine Orientierung nahm mit jedem Artikel weiter ab (nahezu exponentiell). Einen Artikel will ich aber unbedingt noch lobend erwähnen, der ist m.E. ballastfrei, gut lesbar und verständlich 🙂 Er stammt von Peter Zenker, DL2TO, von QRPproject.de aus Berlin, der Link ist hier zu finden.

Schlussendlich habe ich mich auf den Rat meines Freundes Kai, DL3HAH, verlassen und bin selbst auf die Suche gegangen… und fündig geworden. Meine Ausstattung besteht nunmehr aus:

  • einer Heißluft-Lötstation mit Temperaturanzeige 100~450°C mit 700W inkl. 4 Heißluftdüsen (rund 42 Euro bei amazon)
  • verschiedenen ESD Präzisions-Pinzetten von KNIPEX (je rund 13 Euro bei amazon)
  • dünnem Lötzinn 1 mm
  • Entlötzinn in 1 mm und 2 mm Stärke (je rund 2,50 Euro bei amazon)
  • einer SMD-Lötzange (zum Entlöten)
  • einer Lupe mit Beleuchtung
  • einer hitzebeständigen Lötunterlage (bspw. aus Silikon)
  • einem Platinenhalter

Einiges war bereits für herkömmliche Bauprojekte ohne SMD-Bauteile vorhanden, die ersten vier Dinge wurden neu beschafft.

Mein erstes SMD-Bauprojekt wird der Anglian 3L 144 MHz Transverter nach G4DDK

Eure Erfahrungen sind herzlich willkommen!

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