FT8: Was ist das denn?

Was war das für ein Hype! Seit Anfang Juli 2017 ist das Internet voll von Beiträgen zu „FT8“, der neuen digitalen Betriebsart. Hinter dem Kürzel „FT8“ verbergen sich die ersten Buchstaben der Nachnamen der Erfinder Steven Franke, K9AN, und Joe Taylor, K1JT. Die Ziffer „8“ steht für die zur Anwendung kommenden acht Töne, die – unterschiedlich umgetastet – die zu übertragende Information beinhalten. Buchautor Peter, DL9DAK hat auf seiner Web-Seite eine prima Zusammenfassung erstellt. Eine wirklich gute englischsprachige Seite findet ihr hier (W4AS).

FT8 ist hervorragend für HF DXing und Einsatzbereiche wie Multi-Hop Es auf 6m/50 MHz, bei denen häufig starke Signalschwankungen eine schnelles und zuverlässiges Zustandekommen einer Funkverbindung erforderlich machen.

Das Programm „WSJT-X“ steht hier zum Download. Die aktuelle Entwicklerversion findet man am Ende der Web-Seite.

Ich werde im Laufe des Monats September 2017 Erfahrungen bezüglich der Konfiguration und im Funkbetrieb hier mit euch teilen…also bitte noch etwas Geduld!

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Ab ins Grüne…

….oder: Der IARU-Region 1 Fieldday CW 2017 steht vor der Tür!

Der Deutsche Amateur Radio Club e.V. (DARC e.V.) – der Dachverband der deutschen Funkamateure – veranstaltet zweimal jährlich einen sog. „Fieldday“. Der „Fieldday“ dient der Förderung des vom Stromnetz und festen Antennenanlagen unabhängigen Amateurfunkbetriebes und ist indirekter Bestandteil des Katastrophenschutzes. Details zum „Fieldday“ (Internetseite des DARC e.V.) sind hier zu finden.

Kai, DL3HAH und ich werden auch in diesem Jahr wieder dabei sein. Auch in diesem Jahr beherbergt uns das Freilichtmuseum Am Kiekeberg im Rosengarten, südlich von Hamburg. Auf der Internetseite des DARC DX-Referates ist eine Karte mit den bis dato erfolgten Anmeldungen zu finden.

Als Ausrüstung dient uns diesmal..

Hier noch ein paar Impressionen aus dem Juni 2015 (mit Nachtfrost)…

 

Die Antennenauswahl ist getroffen: Titanex TB-7

Wer meinem Blog schon etwas länger folgt hat meine Antennen-Odyssee mitbekommen. Vertikalantenne runter vom Dach, Pläne zum Austausch gegen einen Spiderbeam und dann gegen einen Fritzel FB-53… alles irgendwie wenig erfolgreich…. Übergangslösung: Ein 20 Meter langer, endgespeister Langdraht für Kurzwelle und eine Yagi für 50 MHz (6m).

Doch nun ist „Rettung“ in Sicht. Nach einigen Stunden intensiver Recherche im Internet und Suche nach einer ausgewogenen Lösung für meine HF-Einschränkung, einem erfolglosen Bestellversuch einer Force12-Yagi bei InnovAntennas habe ich mich für den Kauf eines Beams der Firma Titanex entschieden. Den „TB-7“ habe ich bei appello in Kiel bestellt, die Abwicklung verlief sehr unkompliziert und schnell (@DH7SA: Danke Salvatore!).

So (Bild von der Titanex-Web-Seite) soll dann bald aussehen… 🙂

Titanex-Beams werden auftragsbezogen gefertigt, daher vergingen zwischen Bestellung und Lieferung rund 3 Wochen…was völlig ok ist. Nachdem ich mich gegen den Betrieb des TB-7 mit „Hühnerleiter“ entschieden habe, habe ich flugs einen Balun 1:4 beschafft. Hier fiel meine Wahl auf ein Qualitätsprodukt von DX-Engineering, den DXE-BAL200-H10-A. Den werde ich möglichst nahe am Einspeisepunkt montieren. Damit umgehe ich die – vermutlich erfolglose – Suche nach der ansonsten empfohlenen symmetrischen Speiseleitung „TWINCOM symmectric feed line 250 Ohm“. Wie gut mein Anpassgerät (Tuner) die Anpassung der symmetrischen Antenne über den Balun an die unsymmetrischen 50 Ohm meines Transceivers hinbekommt, werde ich sehen…..

Der Aufbau ist für Mitte Mai 2017 vorgesehen,…wünscht mir Glück! Zum Herbst steht dann noch die Aktualisierung der Meldung nach § 9 BEMFV bei der BNetzA in Magdeburg an.

60m-Erweiterung meines Flex-3000

Die Freigabe zur Nutzung durch den Amateurfunkdienst von Teilen des 60m (Wellenlänge)-Bandes im Frequenzbereich 5 MHz Ende 2016 kam für mich überraschend. Mein funkender PC (FlexRadio 3000 mit PowerSDR) ist zwar empfangsseitig, nicht jedoch senderseitig für den Einsatz auf 60m vorgesehen. Um nun aber dort auch senden zu können, bedarf es einer Konfigurationsänderung, der sog. „TURF-Datei“. TURF steht dabei für Tool for Updating Radio Frequencies.

ACHTUNG: Das zum Einspielen des TURF-Files erforderliche Toolset (TURFClient inkl. Bibliotheken und Instructions) muss ebenfalls vorhanden sein, es sollte gemeinsam mit dem TURF-File geliefert werden.

Eine wichtige Voraussetzung für das Upgrade des Funkgerätes mit dem TURF-File ist die Installation des Paketes „PowerSDR ke9ns v2.8.0“ aus den bewährten Händen von Darrin, KE9NS.

Und hier die erforderlichen (und erfolgreichen) Arbeitsschritte/Prüfpunkte:

  1. Vorhandensein von PowerSDR 2.7.2. auf dem Steuerungsrechner überprüfen
  2. Installation von „PowerSDR ke9ns 2.8.0“ erledigt?
  3. Überprüfung, ob die Region für die das FlexRadio registriert ist = Europe (siehe Screenshot weiter unten)
  4. wenn 3. = ja, weiter mit 5; wenn 3. = nein, HelpDesk-Ticket bei FlexRadio eröffnen
  5. TURF-File beschaffen (hierzu Seriennummer des Flex-Radios auslesen)
  6. Gelieferte ZIP-Datei in einen eigenen/neuen entpacken. Enthalten waren bei mir:
    • FLEX Installation Instructions.pdf
    • Flex1500USB.dll
    • FLEX-3000_xxxx-yyyy.turf (xxxx-yyyy = Seriennummer des FlexRadio)
    • IARU Region 1 TURF.txt
    • pal.dll
    • TurfClient.exe
    • wdapi_dotnet1040.dll
  7. die dort enthaltenen „FLEX Installation Instructions“ ausdrucken und lesen (RTFM) 🙂
  8. TURFClient.exe starten (siehe Bild weiter unten)
  9. PowerSDR starten und unter „Setup“ die Datenbank auf „Factory Defaults“ zurück setzen
  10. Freude…Freude… 😦

Bild zu Punkt 3.)

flexradio-region-check

 

 

 

 

 

 

Bild zu Punkt 9.)

turf-import-successful

 

 

 

 

 

Zu guter Letzt: Tim, W4TME, vom FlexRadio-HelpDesk ist mein „Held des Monats Januar 2017“. Schnelle Reaktionszeit, ausführliche Hinweise zur Lösung und Hilfe bei „unkonventionellen“ Fehlermeldungen… TNX!

Vorankündigung: Reparatur meines Zweitrotors EMOTATOR 105TSX

Nützliches rund um EMOTATOR-Rotoren ist bei Paul, G0HWC zu finden…

Neujahrs-Umbaualarm: Inbetriebnahme EA4TX ARS-USB am Yaesu G-600

Wenn man schon einen PC für verschiedene Einsatzbereiche im Amateurfunk verwendet, dann ist die Steuerung des Antennenrotors – mit dem man die Richtantenne auf dem Hausdach direkt vom Funkgerät aus in die Richtung der Gegenstation drehen kann – nur ein logischer Schritt.

Mein Antennenrotor Yaesu G-600 ist jedoch „vintage“ und stammt aus einer Zeit als digitale Rotorsteuerung nur in der „Profi-Klasse“ (Militär, Telekommunikation (Richtfunk), Ton- und Fernsehrundfunk, Satellitentechnik) zu finden war.

Da die Rotoren mit ihrer Mechanik und der analogen Elektronik sehr langlebig sind, wirft man sie natürlich nicht gleich weg…es muss also ein Interface (erstes Bild) her.etx-ars-usb-ae_01_cp

Findige Funkamateure haben aber auch diese Marktlücke vor einigen Jahren erkannt und mit bezahlbaren und funktionierenden Produkten gefüllt. Zu ihnen gehört der Spanier Pablo, EA4TX. Mit seinem Produkt „antenna rotator system for USB; kurz: ARS-USB“ ist es mir nun möglich, die analoge Technik an meinen PC anzuschließen und den vollen Bedienkomfort meines Contest-Programmes (Win-Test; für Funkwettbewerbe) und meines Logbuch-Programmes (HRD; zum Dokumentieren meiner Funkverbindungen) auszuschöpfen.

Das Funktionsprinzip ist einfach. Die Spannungsversorgung für den Rotor auf dem Dach wird im Steuergerät (zweites Bild) erzeugt. img_3471Durch Änderung eine Widerstandsbrücke im Steuergerät verändert sich die Spannung am Rotor (drittes Bild)img_3468, der sich entsprechend der gewählten Drehrichtung bewegt. Dies geschieht durch das Betätigen der Taster „LEFT“ oder „RIGHT“ am Steuergerät (Drehrichtung des Rotors).

Zusammenschaltung: Einfach gesprochen wird das ARS-USB parallel zum bestehenden Steuergerät geschaltet, wobei letzteres nach Abschluss der Montage lediglich noch die Aufgabe hat, die Betriebsspannung zur Verfügung zu stellen…den Rest macht dann das ARS-USB.

Anmerkung: Pablo ist sehr hilfsbereit, jederzeit willig und in der Lage bei technischen Problemen und Verfahrensfragen zu helfen!

Hier noch ein paar Fotos von der Verdrahtung, die etwas fummelig war, da man

  • die Steuerplatine des ARS-USB ausbauen muss und
  • auch im Steuergerät löten darf 🙂

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Neujahrs-Bausatzalarm: 100-W-Lastwiderstand mit 40-dB-Auskoppeldämpfung

Bauvorhaben no. 4: 100-W-Lastwiderstand mit 40-dB-Auskoppeldämpfung

Das Material für mein nächstes Löt-, Schraub- und Messprojekt ist angekommen. Es handelt sich hierbei um die Bauteile für einen „100-W-Lastwiderstand mit 40dB-Auskoppeldämpfung“. Merkmale: Bausatz für einen bis 150 MHz nutzbaren Abschlusswiderstand, der mit 100 W belastbar ist und für Messzwecke über einen -40-dB-Ausgang (BNC) verfügt. Eingangsseitig besitzt er eine N-Buchse.

img_4669

Ich habe ihn für 67 EUR hier gekauft. Die Montageanleitung ist prima, wie gewohnt kurz-klar-knapp und eine echte Hilfe. Die Montage des Weißblechgehäuses war dank meines 150-Watt ERSA-Lötkolbens ein Kinderspiel…weniger Leistung ist Quälerei 🙂

Nachweihnachts-Bausatzalarm: Ultra PicoKeyer von HamGadgets

Bauvorhaben no. 3: Ultra PicoKeyer von HamGadgets

Um aus einem simplen mechanischen „Schalter“ (engl. „key“, siehe Bild unten) Morsezeichen werden zu lassen, benötigt man noch ein kleines Zwischenstück (engl. „interface“), den sog. „Taster“ (engl. „keyer“). Erst mit beidem zusammen kann man einen Amateurfunksender kontrolliert und systematisch – d.h. rhythmisch getastet – zwischen Sendung und Empfang umschalten. Einen solchen „keyer“ für unterwegs, der viel kann, wenig kostet und auch noch klein und langlebig (i.S.v. stromsparend) ist, habe ich nun gefunden… den „Ultra PicoKeyer“.

Bildergebnis für bencher by-1 bild

Ich habe mich für einen Bausatz entschieden, den es aber offenbar aktuell in DL nicht mehr zu kaufen gibt. Die Variante mit vorbestückter Platine ist jedoch weiterhin für rund 40 EUR zu beziehen. Der Zusammenbau des DIY Kits „Ultra PicoKeyer“ von Dale, N0XAS (Fa. HamGadgets) hat sehr viel Spaß gemacht, verlief erfreulich unkompliziert und funktionierte auf Anhieb. Dies nicht zuletzt wegen der guten Doku (PDF dt. / engl.).

Exkurs „Morsetelegrafie“:

Morsetelegrafie – auch CW (Continous Wave) – wird aktuell zur drahtlosen und früher zur drahtgebundenen Nachrichtenübermittlung eingesetzt. Hierzu wird die zu übermittelnden Nachricht in einzelne Buchstaben, Ziffern und Zeichen „zerlegt“, die mittels des Morsealfabetes sequentiell übertragen werden.

Übrigens: Seit 2014 gehört die „Morsetelegrafie“ zum UNESCO-Weltkulturerbe und steht – wie ich auch gerade erst gelernt habe – unter dem Schutz der heiligen Johanna von Orleans 🙂